Pressemitteilung zum Besuch des Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze am 09.02.2026 bei der IGAV 

 

Die Interessengemeinschaft Altersvorsorge (IGAV) engagiert sich für eine zukunftssichere und generationengerechte Ausgestaltung der Altersvorsorge und kann dabei auf eine langjährige und vertrauensvolle Beziehung zu dem Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze (SPD) zurückblicken. Diese gewachsenen Kontakte ermöglichen es, Anliegen der Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in politische Prozesse einzubringen und praxisnahe Lösungen konstruktiv zu begleiten. Ziel ist ein offener Austausch mit Parlament und Regierung, der Transparenz schafft und tragfähige Reformen unterstützt.

Im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs, zu dem die Interessengemeinschaft Altersvorsorge (IGAV) in der Gaststätte Erdbrügger in Bünde eingeladen hatte, wurde deutlich, dass es eine wachsende Unzufriedenheit mit dem aktuellen Kurs seiner Partei gibt. Der Austausch wurde genutzt, um die Sorgen über politische Entscheidungen offen anzusprechen.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen insbesondere Fragen der Einwirkungsmöglichkeiten der Bürger durch Petitionen, die unzureichende finanzielle Unterstützung des Bundes im Bereich der sozialen Sicherungssysteme, die unzureichenden Möglichkeiten zur Schaffung einer zusätzlichen Altersvorsorge, die ungleiche Altersversorgung der Beamten zum Erwerbstätigen sowie über die Vorstellungen der Partei zur Lösung der Problemlagen. Die Teilnehmenden kritisierten, dass viele Maßnahmen der Partei an den realen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vorbeigingen und notwendige Reformen zu zögerlich oder in die falsche Richtung angegangen würden. „Wir erleben eine Politik, die Vertrauen verspielt und Probleme eher verwaltet als löst“, hieß es aus dem Kreis der Gesprächsteilnehmer.

Herr Schwartze zeigte sich gesprächsbereit, verteidigte jedoch zentrale Entscheidungen seiner Partei. Zugleich räumte er ein, dass die Kritik ernst genommen werden müsse und der Dialog mit der Basis intensiviert werden solle. Er führte aus: „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten bei den anstehenden notwendigen Reformen des Rentensystems und der gesetzlichen Krankenversicherung nachhaltige Veränderungen, die auch wirken und Verlässlichkeit ins System bringen, damit wir nicht Jahr für Jahr neue Löcher stopfen müssen und stärker der demografischen Entwicklung Rechnung tragen. Gleichzeitig müssen die Systeme für die Menschen bezahlbar bleiben und die Leistungen aus der Rentenkasse und der Krankenversicherung ein gutes und würdiges Leben ermöglichen. Das geht nur über den ständigen Austausch um die besten Ideen und die Erfahrungen eines jeden Einzelnen. Deshalb sind mir solche Gesprächsrunden wichtig, denn sie liefern wichtige Impulse und sind ein Gradmesser für die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Mir ist klar, dass viele politische Prozesse einen langen Atem erfordern und sich viele ein höheres Tempo wünschen statt einer weiteren Expertenkommission. Doch wir reden hier über Reformvorhaben, die Auswirkungen über Generationen haben werden. Darum gilt: Gründlichkeit vor Schnelligkeit, auch wenn es dafür nicht immer nur Applaus gibt. Viele Anregungen des heutigen Abends werden mich auch in meiner parlamentarischen Arbeit in Berlin weiter begleiten.“

Konkrete Zusagen für Kurskorrekturen blieben jedoch aus.

Die Beteiligten betonten zum Abschluss, dass ein offener und auch kontroverser Austausch Voraussetzung für eine lebendige Demokratie sei. Man werde das Gespräch fortsetzen und die weitere Entwicklung kritisch begleiten. Von der Partei werde erwartet, Verantwortung zu übernehmen und Politik wieder stärker am Gemeinwohl auszurichten.

 

 

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